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Kadenbach: Europaparlament setzt neue Schritte, um Verlust an Artenvielfalt zu stoppen ![]() 14. Juli 2010 In der EU sind 42 Prozent der Säugetiere und 43 Prozent der Vögel von Ausrottung bedroht Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach hat heute im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit im Europäischen Parlament in Brüssel ein klares Votum für mehr Artenvielfalt gesetzt. Konkret geht es um die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Der Verlust an biologischer Vielfalt schreitet alarmierend schnell fort. Die Verlustquote dürfte sich bis 2050 um das Zehnfache beschleunigen. Karin Kadenbach erläutert: "In der EU sind 42 Prozent der Säugetiere, 43 Prozent der Vögel, 45 Prozent der Schmetterlinge, 30 Prozent der Amphibien, 45 Prozent der Reptilien und 52 Prozent der Süßwasserfische von Ausrottung bedroht."
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist es umso wichtiger, dass der Verlust an biologischer Vielfalt gestoppt wird und die regenerationsfähigen Ökosysteme erhalten oder wiederhergestellt werden, da terrestrische und Meeresökosysteme derzeit etwa die Hälfte der vom Menschen abgegebenen CO2-Emissionen aufnehmen, was ihnen einen unschätzbaren Wert verleiht.
Das wichtigste Instrument auf EU-Ebene zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme ist "Natura 2000", ein EU-weites Netzwerk zum Naturschutz, das im Rahmen der Habitat-Richtlinie geschaffen wurde. "Da die Landwirte etwa die Hälfte der Fläche Europas bewirtschaften, spielen sie beim Schutz der biologischen Vielfalt ebenfalls eine besondere Rolle", so Kadenbach. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und des wachsenden Wohlstands wird die landwirtschaftliche Erzeugung weltweit zunehmen während der Agrarsektor gleichzeitig auch die Aufgabe hat, für einen bewohnbaren ländlichen Raum und den Schutz der biologischen Vielfalt zu sorgen. In einer erfolgreichen zukünftigen Landwirtschaft müssen diese drei Elemente (Nahrungsmittelerzeugung, Bewohnbarkeit des ländlichen Raums und biologische Vielfalt) sich gegenseitig ergänzen und nicht im Widerspruch zueinander stehen.
Vom 18.-29. Oktober findet in Nagoya (Japan) die 10. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP-10) des Übereinkommens über die biologische Vielfalt statt, bei der Karin Kadenbach die Resolution des Europäischen Parlaments vertreten wird. |
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